Hortensien im Garten

Ich mag viele Pflanzen gerne, Hortensien gehören auf jeden Fall dazu. Wir haben drei Hortensien, die zu den Bauernhortensien gehören, in Töpfen. Inzwischen überwintern wir sie auch draußen, geschützt mit einer Luftpolsterfolie in Topfhöhe und einem Dach darüber. Zwei von ihnen sind „Endless-Summer“-Hortensien, sie blühen auch am einjährigen Holz, was bei „normalen“ Bauernhortensien nicht der Fall ist. So ist es nicht schlimm, wenn sie auch mal zurückfrieren.

Die Samthortensie, die inzwischen die Dachrinne erreicht, verholzt und ist absolut winterhart, ebenso wie die Rispenhortensien und die Ballhortensie „Anabelle“. Die eichenblättrige Hortensie verholzt war auch, aber sie muss im Winter geschützt werden. Vorteilhaft ist bei uns im Garten, dass der „Schattengarten“ hinter dem Haus im Winter absolut im Schatten liegt – das ist besser als der Wechsel von Sonne und Frost im Winter.

Alle Hortensien brauchen sehr viel Wasser und (Rhododendron)Dünger sowie leicht sauren Boden.

Hier sind die Bauernhortensien im Topf zu sehen, links unten kann man den Sonnenschirm erkennen.

Die Samthortensie hat samtige Blätter, sie mag fast vollen Schattern gerne und wächst locker bis 3 m hoch. Sie verholzt und muss gelegentlich zurückgeschnitten werden.

Hier ist eine eichenblättrige Hortensie, sie blüht zuerst weiß, später werden die Blüten rosa und im Herbst haben auch die Blätter eine Rotfärbung. Die eichenblättrige Hortensie verholzt zwar auch, aber sie ist empfindlicher, wir schützen ihren Fuß im Winter auch mit Vlies.

Vor dem Haus, auf der Südseite, blühen inzwischen vier Rispenhortensien, wovon drei Ballhortensien „Anabelle“ sind. Sie sind absolut winterhart. Gut macht sich auch der weiße Phlox (rechts unten). Sie bilden einen schönen Kontrast zur Ligusterhecke.

Besuch im Karl-Förster-Garten in Potsdam im September

Karl Förster war der „Staudenpapst“ und seine Vorstellungen davon, dass „durchgeblüht“ wird, verwirklichen wir auch in unserem Garten. Die Beete sind dicht bepflanzt mit Stauden, Rosen, Gehölzen und Einjährigen. Karl Förster war vor vielen Jahren einer der ersten, der in Deutschland Stauden publik gemacht hat. Sein Garten in Potsdam ist heute ein lebendiges Museum.

Fuchsien

Hinter dem Haus haben wir eine eher schattige Terrasse, hier scheint eigentlich nur morgens die Sonne. Ich habe zwar keine große Fuchsiensammlung, aber doch immerhin 15 Stück.

Hier ist eine ganz kleinbütige Fuchsie: eine Fuchsia microphylla

Eine weiße Fuchsie (oben): Anabelle

So sieht es in der Morgensonne aus, wenn die Fuchsien nebeneinander auf der Terrasse stehen.

Buchse, Buchse …

Wir haben einen sehr kleinen Garten und daher ist es wichtig, Gehölze zu haben, die möglichst das ganze Jahr schön aussehen. Buchse sind hier ideal, vor allem weil man sie auch gut in Form schneiden kann. Mein Mann schneidet sie sehr fachmännisch.

Allerdings gibt es inzwischen den Buchsbaumzünsler und einen Virus, die unseren Buchsen zusetzen. Was sehr gut hilft, ist ein guter Rückschnitt, sobald man Fraßspuren oder braune Blätter erkennen kann, und das Einstäuben mit Algenkalk. Dann treibt der Buchs nach einiger Zeit wieder aus.

Kleine, gut geschnittene Buchse sind gerade für kleine Gärten super, weil sie ganzjährig toll aussehen.

Bei diesem Kugelbuchs kann man noch die Behandlung, d.h. Schneiden und Pudern mit Algenkalk, erkennen. Beide Methoden waren sehr hilfreich – unsere Buchse erfreuen sich aktuell guter Gesundheit.

Schattengarten

Auch im Schatten kann es üppig blühen – wenn auch das Grün in seiner Vielfalt einen größeren Stellenwert hat. Hier sind es Taglilien und Funkien, die nacheinander blühen. Man kann den Stamm eines Zierapfels erkennen, der vor allem Schatten wirft und im Frühjahr weiß blüht. Neben den Stauden hat der Buchs seinen festen Platz im Beet.

Für den Schatten gibt es eine Reihe von Pflanzen, die hier super gut gedeihen. Es ist ein großes Missverständnis, dass im Schatten nicht viel wächst:

Hortensien und Funkien sowie Stauden wie Frauenmantel oder Purpurglöckchen gehören dazu. Hier sind weißblühende Funkien sowie eine eichenblättrige Hortensie zu sehen.

Purpurglöckchen, hier ist eine schöne Variante in einem hellen Grün, mögen wir sehr gerne, wir haben sie in unterschiedlichen Farben.

Herbstgarten

Mir gefällt es, wenn es üppig blüht, nicht eine Staude oder Rose, sondern viele.

Jetzt im September blüht es besonders toll, nicht nur die Sommerblüher, sondern auch viele Stauden. Stauden haben den entscheidenden Vorteil, dass sie nicht jährlich erneuert werden müssen, sondern jedes Jahr wieder neu blühen.

Im September blühen neben der Einfahrt Kissenastern, hohe Verbenen und Herbstanemonen in voller Fülle.

Unser Garten ist klein – die sonnige Seite hat ca. 70 qm Gartenfläche, die schattigere Seite ca. 50 qm, also nicht viel. Trotzdem blüht es von Februar bis November durch.

An der Einfahrt blüht im September /Oktober ein blaues Band mit Kissenastern; hinter dem Haus kann man auf dem Bild rechts oben höhere blaue Astern sehen und davor die Lavendelheide, die jetzt, Anfang Oktober, weiße Blüten bekommt.

In einer dunklen Ecke neben der Garage wachsen Buntnesseln als Unterpflanzung für den in Form geschnittenen Liguster um die Wette. Nichts wächst im Vollschatten besser.

Neben den Kissenastern kann man links eine Gaura sehen sowie Herbstanemonen, weiße Anemonen machen sich auch sehr gut.