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Unser Garten

Wie kann man kleine Gärten so gestalten, dass immer was blüht? Welche Pflanzen eignen sich besonders, weil sie lange blühen? Wie kann man die Sonnen- und die Schattenseite gut gestalten? Welche Gartentipps ganz allgemein sind hilfreich?

Wir haben einen kleinen Garten, das ganze Grundstück ist mit Haus, Einfahrt und zwei Terrassen weniger als 360 qm groß. Aber man kann eine Menge machen, auch bei kleineren Flächen.

Die Fotos stammen ausschließlich von meinem Mann und mir.

Advent und Weihnachten

Im Winter ruht der Garten, dafür erfreuen uns schön blühende Zimmerpflanzen, z.B. Orchideen. Außerdem macht uns auch die Advents- und Weihnachtsdeko viel Freude.

Das sind unsere Weihnachtssterne und die Adventskerzen in der Küche.

Wir haben den ganzen Advent über einen kleinen Baum im Topf, dekoriert mit einer LED Lichterkette und kleinen Kugeln, sowie einem schönen Adventskranz auf dem Couchtisch stehen. Aktuell stehen auch die beiden silbernen Hirsche zwischen den Orchideen auf der Fensterbank.

Genau einen Tag hatten wir Schnee: Bei unserem kleinen Wintergarten wirken dann besonders gut die Buchse, die eine schöne Form haben und immergrün sind. Sie geben dem Garten Struktur.

Aktuell blühen auch sehr schön die Orchideen, vgl. auch Beitrag Orchideen, den ich aktualisiert habe.

Ich freue mich, dass ich auch Orchideen, die keine Palaenopsis sind, zum Blühen bekomme.

Winterfester Garten

Jetzt kann der Winter kommen, alles ist im Garten für den Winter vorbereitet – viele Stauden sind abgeschnitten und die Hortensien und andere Gewächse, die draußen bleiben, sind eingepackt.

Aktuell gibt es weiße Christrosen, die blühen, ich habe einen Topf in einem Korb als Deko auf die Terrasse gestellt, so dass wir doch beim Frühstücken etwas Blühendes sehen können.

Viele Pflanzen sind eingewickelt, die Hortensien im Topf, die nur bedingt winterhart sind, haben ein Dach bekommen; die Töpfe stehen auf Holzleisten und sie sind umwickelt mit Luftpolsterfolie. So haben wir sie im letzten Winter gut überwintern können.

Wir stellen alle Töpfe, die draußen bleiben, auf Füße oder Holzleisten, damit sie nicht auf dem eiskalten Boden stehen, das bekommt ihnen sehr gut.

Die eichenblättrige Hortensie bekommt nur Luftpolsterfolie um den Fuß. Die Hortensien stehen auf der Nordseite, sie haben im Winter überhaupt keine Sonne, was aber eher günstig ist.

Auf der Südseite habe wir drei Töpfe mit Rosen zusammengestellt, auch auf Holzleisten, eingewickelt in Luftpolsterfolie und dann noch mit grünem Vlies – so sieht es besser aus. Auch die hochstämmigen Rosen haben an der Veredelungsstelle grünes Vlies, so kommt noch Luft an die Zweige und es ist genug Schutz. In unserem kleinen Garten sind viele Buchse, die im Winter dem Garten Struktur geben.

Vor allem auf den Beeten, in denen die vielen Funkien wachsen, haben wir jetzt Tannenzweige, die ich dankenswerter Weise von einer guten Freundin bekommen habe. Sie dienen aber nicht so sehr dem Winterschutz, sondern sollen die Katzen abschrecken, die die „leeren“ Beete gerne als Katzenklo benutzen und dabei auch viel im Beet wühlen.

Einzelne Pflanzen sind auch winterhart oder blühen im Winter: Der Hirschzungenfarn sieht bis zum Frühjahr super aus, dann wird er abgeschnitten und treibt neu aus. Einige Gräser sind auch im Winter schön, die „stinkende Nieswurz“ bekommt im Frühjahr sehr schöne, fast grüne Blüten, sie behält auch im Winter ihre Blätter.

Orchideen – Blühfreude im Winter

Wenn sich die Gartensaison dem Ende zu neigt, ist die Stunde der Blühpflanzen in der Wohnung. Wir haben inzwischen fast nur noch Orchideen, die über Monate hinweg blühen. Was mich besonders erfreut, ist, dass auch Orchideen, die keine Phalaenopsis sind, wieder zum Blühen kommen.

Dafür kommen sie im Sommer auf der Nordseite des Hause auf ein Brett vor dem Küchenfenster. Die Luftfeuchtigkeit und die Tempertaturunterschiede bewirken den Blühimpuls. Jetzt schieben mehrere Orchideen neue Blühtentriebe – aktuell kann ich sie noch nicht zeigen, aber in Kürze.

Ich freue mich sehr, dass auch Orchideen wie die Dendobrie oben zum Blühen kommen. Ich stelle sie im Sommer auf der Nordseite nach draußen, das gefällt den Orchideen, von den Phalaenopsis abgesehen, sehr gut. Im Herbst kommen sie dann wieder ins Zimmer.

Die Phalaenopsis gehören zu den blühfreudigsten Orchideen und sie erfreuen uns monatelang.

Unsere Orchideen wachsen fast alle in Lechuza-Töpfen, durch das Granulat bekommen die Wurzeln genug Luft.

Ich glaube übrigens nicht daran, dass Orchideen besonders wenig Wasser brauchen. Die Wasserstandsanzeiger, die die Töpfe haben, stehen praktisch immer auf halb voll, was aber offenbar den Bedürfnissen der Orchideen entspricht.

Diese schöne weiße Orchidee, von der ich den Namen leider nicht weiß, blüht seit Jahren zuverlässig wieder.

Der Winter naht – die Fuchsien und empfindlichen Pflanzen ziehen um …

Die hintere Terrasse nach dem Einräumen der Fuchsien – jetzt kann man das Beet gut mit den Herbstpflanzen sehen.

Wir haben jede Menge Pflanzen, die aktuell im Topf sind, z. B. Fuchsien, aber auch Oleander, Olivenbaum, Lorbeer und Rosen. Wo und wie können sie am besten überwintert werden?

Unsere Fuchsien schneiden wir um mindestens die Hälfte zurück und mein Mann bastelt aus Kabelbindern eine Aufhängung. Dann hängen wir die Töpfe an einem Brett, in das wir einen Haken eingedreht haben, in einer Reihe an der hinteren Garagenwand auf. Die beiden Hochstämmchen bleiben im Topf.

Alle nicht winterharten Gewächse kommen in die Garage. Wir haben hier kein Fenster, aber eine Deckenbeleuchtung, bestehend aus zwei LED-Leuchtstoffröhren. Ist es über 5 Grad draußen, bleibt die Garagentür offen, wenn es kälter ist, beleuchten wir die Pflanzen den ganzen Tag.

Die Pflanzen kommen Anfang November in die Garage und im April wieder nach draußen. Oleander, Agapanthus, Lorbeer vertragen auch bis minus 5 Grad. Die Olive steht so lange vor der Garage, bis es wirklich friert. So haben wir die Pflanzen schon viele Jahre über den Winter gebracht.

So sieht es in der Garage aus – die Töpfe stehen auf Styropor-Platten.

In diesem Jahr haben wir genau den richtigen Termin gefunden: Am Montag haben wir alles eingeräumt, ab Dienstag wurde es kalt.

Jetzt haben wir noch einiges zu tun – es müssen noch Pflanzen abgeschnitten, Zwiebeln eingebuddelt und die Hortensien und die Rosen, vor allem die Hochstämme, geschützt werden. Dazu wird es einen weiteren Bericht geben.

Besondere Stauden – blaue Wunder

Manchmal findet man Stauden, die sich von anderen unterscheiden und sich sehr bewähren – sowohl in der Farbe als auch in ihrer Lebensdauer.

Dazu gehören die Staudenclematis

Dies hier ist eine Staudenclematis, möglicherweise „Cassandra“.

Diese Staudenclematis wird nicht höher als ca. 80 cm, sie braucht keine Stütze oder ein Klettergerüst. Sie blüht erst im August in einem prächtigen Blau. Die Blüten erinnern an Enzianblüten. Sie erfreut uns schon seit vielen Jahren. Sie wächst im Staudenbeet.

Eine besondere Pracht im September /Oktober ist der Eisenhut. Er hat eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Rittersport, blüht aber später, mag eher schattige bis halbschattige Ecken, eher feuchten Boden. Er ist in allen Teilen giftig, man muss also Handschuhe anziehen, wenn man ihn pflegt.

Ein tolles Blau hat auch die Kugeldistel, sie ist besonders bei Insekten sehr beliebt und bereichert das Staudenbeet in voller Sonne allerdings. Sie sät sich sehr intensiv aus, so dass man die verblühten Blüten rechtzeitig abschneiden sollte. Sie mag unseren eher trockenen, sandigen Boden.

Im Herbst blühen auch die Kissenastern, hier die Aster dumosus, wahrscheinlich Prof. Anton Kippenberg. Sie eignet sich super gut als Randbepflanzung, breitet sich gut selbst aus, braucht relativ wenig Wasser und bereitet im Herbst ein tolles Feuerwerk. Die weißen, sehr kleinen Blüten gehören zu einer kriechenden Aster, die aus der Basis längere Blütenzweige entwickelt. Wir schneiden sie erst im Frühjahr zurück, die Kissenaster bereits im Herbst direkt nach der Blüte.

Phloxe – besonders lang blühende Stauden

Phloxe sind als lang blühende Stauden und auch als Rosen-Begleiter super, sie blühen auch, wenn man die erste verblühte Blüte abschneidet, noch einmal. Das macht sie für kleine Gärten besonders wertvoll.

Wir haben Phlox in vielen Farben, der fast blau blühende Phlox unten und der ein weiße Phlox oben gefallen mir besonders gut.

Rosen, Rosen …

Rosen gehören auf jeden Fall zum Garten auf der Südseite dazu: Bei uns ist es eine Mischung aus beidem. Uns ist besonders wichtig, dass alles farblich passt, deshalb haben wir, von Frühlingsblühern abgesehen, kein Gelb, sondern nur die Farben weiß, rosa, lila, blau.

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Rosen in der Farbe rosa bis rot gibt es viele: Hier sind Eden Rose, Girond d´Ain, Gertrude Jekyll (auch als Hochstamm) und Geoff Hamilton. Wir haben fast nur Strauchrosen, keine Beetrosen, aber auch hochstämmige Rosen und bodendeckende kleinere Rosen (Kleinstrauchrosen) im Kübel.

Wir haben in unserem kleinen Garten alleine mehrere weiße Rosen, teilweise im Kübel auf der Terrasse, teilweise im Beet. Die Kübel eignen sich sehr gut für kleinere Rosen und es hat für uns den Vorteil, dass wir diese Kübel auch draußen stehen lassen können im Winter.

Rapsodie in Blue

Hier sind Schneeflocke (links) und Alba Meidiland zu sehen.

Die hochstämmige Rose ist Schneewittchen, hiervon haben wir zwei Stück – das hat den Vorteil, dass wir sozusagen die dritte Dimension haben – und schöne Stauden am Boden.

So sieht es dann auf der Terrasse aus; hinter den Töpfen sieht man einen rosa blühenden Lavendel.
Eine gelb blühende Rose haben wir auch: The Pilgrim.

Hortensien im Garten

Ich mag viele Pflanzen gerne, Hortensien gehören auf jeden Fall dazu. Wir haben drei Hortensien, die zu den Bauernhortensien gehören, in Töpfen. Inzwischen überwintern wir sie auch draußen, geschützt mit einer Luftpolsterfolie in Topfhöhe und einem Dach darüber. Zwei von ihnen sind „Endless-Summer“-Hortensien, sie blühen auch am einjährigen Holz, was bei „normalen“ Bauernhortensien nicht der Fall ist. So ist es nicht schlimm, wenn sie auch mal zurückfrieren.

Die Samthortensie, die inzwischen die Dachrinne erreicht, verholzt und ist absolut winterhart, ebenso wie die Rispenhortensien und die Ballhortensie „Anabelle“. Die eichenblättrige Hortensie verholzt war auch, aber sie muss im Winter geschützt werden. Vorteilhaft ist bei uns im Garten, dass der „Schattengarten“ hinter dem Haus im Winter absolut im Schatten liegt – das ist besser als der Wechsel von Sonne und Frost im Winter.

Alle Hortensien brauchen sehr viel Wasser und (Rhododendron)Dünger sowie leicht sauren Boden.

Hier sind die Bauernhortensien im Topf zu sehen, links unten kann man den Sonnenschirm erkennen.

Die Samthortensie hat samtige Blätter, sie mag fast vollen Schattern gerne und wächst locker bis 3 m hoch. Sie verholzt und muss gelegentlich zurückgeschnitten werden.

Hier ist eine eichenblättrige Hortensie, sie blüht zuerst weiß, später werden die Blüten rosa und im Herbst haben auch die Blätter eine Rotfärbung. Die eichenblättrige Hortensie verholzt zwar auch, aber sie ist empfindlicher, wir schützen ihren Fuß im Winter auch mit Vlies.

Vor dem Haus, auf der Südseite, blühen inzwischen vier Rispenhortensien, wovon drei Ballhortensien „Anabelle“ sind. Sie sind absolut winterhart. Gut macht sich auch der weiße Phlox (rechts unten). Sie bilden einen schönen Kontrast zur Ligusterhecke.

Besuch im Karl-Förster-Garten in Potsdam im September

Karl Förster war der „Staudenpapst“ und seine Vorstellungen davon, dass „durchgeblüht“ wird, verwirklichen wir auch in unserem Garten. Die Beete sind dicht bepflanzt mit Stauden, Rosen, Gehölzen und Einjährigen. Karl Förster war vor vielen Jahren einer der ersten, der in Deutschland Stauden publik gemacht hat. Sein Garten in Potsdam ist heute ein lebendiges Museum.